Pressemitteilung Cryptix AG 08/18 – Nachhaltigkeit in der Blockchain-Szene

Nachhaltigkeit: Wie sich die Blockchain-Szene für eine bessere Zukunft einsetzt 

Die digitale Technologie hat vor allem in Gestalt des Internets in den letzten Jahrzehnten die Welt revolutioniert. Dazu gehört auch das Blockchain-Prinzip. Es entfaltet sein Potenzial immer dann, wenn Menschen Verträge miteinander schließen oder Wertübertragungen vereinbaren. Die Blockchain ist ein digitaler Kontoauszug für Transaktionen zwischen Computern, der jede Veränderung genau erfasst, sie dezentral und transparent auf viele Rechner verteilt speichert. Damit ist die Information nicht manipulierbar und verifiziert.

Simone Brett-Murati verweist in ihrem Beitrag „Persönliche Verantwortung in einer digitalisierten Welt – oder warum ichmeinem Kind YouTube erlaube“, der im Sammelband „CSR und Digitalisierung“ erschienen ist, beispielsweise auf die Verlagerung des Grundbuchs ins Internet: „Informationen daraus wären von überall aus für jeden zugänglich. Aufgrund der Verteilung über verschiedene, dezentrale Rechenzentren würden Manipulationen und Korruption ein größerer Riegel vorgeschoben, als es bislang in vielen Ländern der Fall ist. Da Intermediäre wie Notare und Banken wegfallen, werden Transaktionen um ein Vielfaches günstiger und einfacher für Nutzer.“ Ämter und Kommunalbehörden könnten aufgrund dieser Entwicklung geschlossen werden, weil sich ihre Tätigkeiten über die Blockchain abwickeln lassen. Ideal ergänzt würde die Kombination eines Blockchain-Systems mit einer blockchainbasierten Transaktionswährung, z. B. Bitcoins, für deren Besitz  man über W-Wallets, elektronische Brieftaschen, verfügen muss.

Michael Betancourt bemerkt in  seiner „Kritik des digitalen Kapitalismus“, dass die Grundlage der Bitcoins der dem Digitalen gemeinsamen immateriellen Arbeit eine greifbare „Form“ verleiht – sie kristallisiert sowohl die aufgebrauchten Ressourcen (Elektrizität) als auch die aufgewendete Arbeit (die zum „Schürfen“ von Bitcoins erforderlichen Rechenzyklen) und versucht damit, „diese immaterielle Arbeit faktisch in einer digital abgeleiteten Form zu bewahren, die dann als Währung verwendbar ist, ähnlich wie auf Waren basierende Währungen in der Vergangenheit versucht haben, Arbeit in einer tauschbaren Form zu bewahren.“

Der kritische Theroretiker, Historiker und Künstler bewegt sich im Spannungsfeld der digitalen Technologien und der kapitalistischen Theorie. In seinem aktuellen Buch setzt sich Betancourt mit den Begleiterscheinungen der digitalen Wirtschaft auseinander. So verweist er darauf, dass die Existenz dieser und anderer virtueller, kryptographischer Währungen, die von der Funktion unzähliger, weltweit verteilter Computer abhängt, ungeheure Energiemengen verschlingt.

Dennoch überwiegen die positiven Aspekte. Tina Düring und Hagen Fisbeck zeigen in ihrem CSR-Buchbeitrag „Einsatz der Blockchain-Technologie für eine transparente Wertschöpfungskette“, dass hierdurch dieselbe Transaktion mit einer Blockchain-Transaktionswährung Zug um Zug abgewickelt werden könnte. Allerdings existieren momentan im Internet noch keine diesbezüglichen Standards, die die Grundlage für ein institutionenarmes oder sogar -freies System darstellen: „Gerade aus der Finanzwirtschaft wird die Schaffung dieser Standards aber derzeit nicht vorangetrieben, sondern vielmehr misstrauisch beobachtet, denn die Blockchain-Technologie könnte viele derzeit etablierte Instanzen überflüssig machen.“

Immer mehr neue Anbieter mit neuen Geschäftsmodellen und anderen Margenstrukturen fassen derzeit Fuß. Dazu gehört auch die cryptix Holding AG, die im letzten Quartal im Schweizer Kanton Zug gegründet wurde und als Muttergesellschaft der cryptix AG (seit 2017) fungiert.

Das „Crypto-Valley-Mitglied“ bietet als One-Stop-Shop reale Implementierungen von Blockchain- und Open-Ledger-Technologien für Unternehmen. Der Schweizer Kanton Zug gilt als europäisches Silicon Valley für Blockchain und Kryptowährungen und ist deshalb auch der Hauptsitz des Unternehmens. „Wir sehen uns auf dem wachsenden Markt der dezentralen Technologien als Generalist, der die Blockchain-Szene mit einem ambitionierten, kreativen und technisch erfahrenen Team aktiv mitgestalten will“, sagt Bernhard Koch, CEO von Cryptix.

Nachdem die anfängliche Skepsis gegenüber der Implementierung von Blockchains in wirtschaftlichen Prozessen mittlerweile versiegt ist, will Cryptix nun gezielte Blockchain-Lösungen für interessierte Geschäftspartner anbieten. Dabei wird alles aus einer Hand geliefert: Strategie, Konzept und Umsetzung. Die erste und wichtigste Maxime ist die einfache Integration von der Blockchain-Technologie in bereits bestehenden Systeme zur langfristigen Verbesserung bereits bestehender Prozesse. Deshalb sieht CEO Bernhard Koch vor allem die Nachhaltigkeit der technologischen Verbesserungen als Dreh- und Angelpunkt seines Unternehmenskonzeptes: „Wir sehen in diesem technologischen Fortschritt immense Chancen für eine bessere Zukunft! Deshalb wollen wir die Blockchain-Szene mitgestalten, um gemeinsam eine Zukunft zu schaffen, die einen nachhaltigen Mehrwert für unsere gesamte Gesellschaft bringt.“

Um eine maximale Flexibilität blockchain-basierter Lösungen und eine möglichst einfache Integration in bestehende Systeme, inklusive vollständiger Rechtssicherheit, zu gewährleisten, investiert die Cryptix AG bereits in die Zukunft der Technologie. Ein weiteres Projekt, das bereits umgesetzt wird, sind die Cryptix LABS (Cryptix LABS GmbH) in Wien. In den kommenden Monaten wird hier ein internationaler Forschungs- und Entwicklungsstandort für Blockchain-Technologie entstehen. Über die Anwendbarkeit der Kryptowährungen hinaus wird die Blockchain-Technologie der Zukunft das Potenzial haben, eine Vielzahl traditioneller Geschäftsmodelle zu (r)evolutionieren.

Diese Entwicklung zeigt, dass langfristig viele Institutionen überflüssig werden könnten, wenn das Potenzial der Blockchain zu Ende gedacht wird: So könnte ein Hauskauf ohne Notar und weitere Institutionen vonstattengehen: Stimmen beide Parteien dem Kauf bzw. Verkauf zu, so geht der Geldfluss des Hauskäufers direkt an den Verkäufer über. „Die Blockchain macht es somit überflüssig, einer zentralen Autorität zu vertrauen und ermöglicht die Interoperabilität der Systeme über Servergrenzen hinweg. Etwas ist wahr, weil es nachprüfbar ist und nicht mehr, weil es jemand oder eine Institution sagt.“ (Tina Düring und Hagen Fisbeck)

Ich danke Amelie Radwe und Sören März von MAERZ|ROCH  für den Austausch und die Informationen zu diesem Beitrag.